Skip to content

Klerus

ABT
Klostervorsteher.

BISCHOF (Leutbischof, Apostolicus, Apostolus, Pontifex, Praepositus)
Ursprünglich der Vorsteher der christlichen Gemeinde, (vgl. auch Reichskirche in der Spätantike – Bischof) dann nur in den Städten, endlich seit dem 4. Jh. an der Spitze einer Diözese; mehrere Bischöfe unterstehen einem Erzbischof. Ehemals von Klerus und Volk, dann vom Domkapitel gewählt, seit neuerer Zeit größtenteils vom Papst ernannt. Er gilt als Nachfolger der Apostel und nimmt in der hierarchia ordinis den obersten Rang ein, dagegen untersteht er in der hierarchia jurisdictionis dem Papst bzw. Erzbischof.

Rechte des Bischofs:

Verwaltung der Sakramente

Lehramt, d.h. Wahrnehmung der Predigt und Katechese und der Lehre der Theologie, womit der Bischof andere beauftragen kann

Regierungsgewalt in jeder Beziehung, insbesondere Gesetzgebung,
Straf- und Disziplinargewalt, Steuergewalt über den Klerus.

Diese Rechte, ursprünglich nahezu unbeschränkt ausgeübt, zeitweise durch Archidiakone und Domkapitel beschränkt, wurden im Laufe der Zeit stark durch den Papst bzw. Erzbischof beschnitten. Der Bischof mußte seit 1179 mindestens 30 Jahre alt sein und die niederen Weihen besitzen.

ERZBISCHOF
Ranghöchster Bischof: Leiter einer Erzdiözese oder einen Kirchenprovinz.

ERZKANZLER
Seit 1044 hieß auch in Deutschland der bisherige Erzkaplan, der Erzbischof von Mainz, Erzkanzler; da die tatsächliche Leitung der Reichskanzlei schon 868 auf den Hofkanzler übergegangen war, trat der Erzkanzler nur noch bei besonderen Anlässen in Tätigkeit, wurde also zum bloßen Erzamt. Erst im 15. und 16. Jh. erlangte der Erzkanzler ie Leitung der Reichskanzlei. Er war der erste Kurfürst, Vorsitzender des Kurfürstenkollegiums und des ganzen Reichstages. Seit 962 besonderer Erzkanzler für Italien (seit 1031 mit Köln verbunden); seit 1043 Erzkanzler für Burgund (ab 13.Jh. mit Trier verbunden).

KANONIKER
In Gemeinschaft lebender Kleriker,

PRÄLAT
Geistlicher, ursprünglich nur Würdenträger vom Bischof aufwärts, später übertragen auf hohe Würdenträger überhaupt.

REICHSÄBTISSIN
Vorsteherin eines reichsunmittelbaren Frauenstifts. Sie war stets Reichsfürstin.

Primary Sidebar